Pros
Es gibt eine „grüne Initiative", die darin besteht, verschiedene Behälter für unterschiedlichen Müll zu verwenden (obwohl die meisten Leute sich nicht wirklich daran halten). Außerdem gibt es Zettel über den Lichtschaltern, die einem sagen, dass man das Licht ausschalten soll, wenn man die Toilette verlässt. Man arbeitet von 9:00 bis 18:00 Uhr. Man kann allerdings auch schon um 08:00 Uhr kommen und darf dann um 17:00 Uhr gehen. Manche Manager schauen genau auf die Uhr, andere weniger. Es gibt mehr weibliche als männliche Angestellte und es scheint keinerlei Diskriminierung aufgrund des Geschlechtes zu geben. Kostenlose Snacks, Früchte, Wasser, Kaffee und Rabatt auf die beliebten Wayfair-Produkte.
Kontras
Die generelle Atmosphäre in der Verkaufsabteilung ist geprägt von Angst. Die meisten Angestellten haben zumindest eine Massenentlassung erlebt und viele Angestellte kündigen nach maximal einem Jahr. Viele Angestellte senden E-Mails an das gesamte Unternehme,n, wenn sie gehen, was dabei hilft das gesamte Ausmaß zu sehen. Verträge sind zeitlich begrenzt und mindestens die Hälfte wird nicht verlängert. Außerdem gibt es falsche Versprechungen über Veränderungen. Das Management, Ebene 3 und alles darüber (alles über Teamleitern und Assistenzmanagern) interessieren sich sehr wenig für die Anliegen der Mitarbeiter. Selbst Angestellte auf Level 2 wissen selten, was in ein oder zwei Monaten passieren wird, und sind dann genauso überrascht wie ihre Level 1 Untergebenen, wenn Restrukturierungen oder Entlassungen vorkommen (beides ist keine Seltenheit). Die Merchandising-Abteilung ist ein machiavellisches Umfeld, dem viele untere Angestellte zu entfliehen versuchen. Es existieren, dementsprechend, auch viele Freundschaften, aber wenn Aufstiegschancen bestehen werden schnell die Ellenbogen ausgefahren, wenn das von Nutzen ist. Die Merchandising-Abteilung beseht aus Teams, die sich mit Dateneingabe beschäftigen. Die Prozesse könnten leicht automatisiert werden, da es immer die gleichen Tätigkeiten sind, die ständig wiederholt werden. Daher werden viele Tätigkeiten ausgelagert; zu Subunternehmen in Indien und Vietnam, was zu noch mehr Unsicherheit unter den Angestellten führt. Es gibt zwar regelmäßige Einzelgespräche mit den direkten Managern und unternehmensweite Meetings, aber echte, wichtige Informationen werden den Angestellten unter Level 3 meist bis zum Ende vorenthalten (z.B. wenn ein Team geschlossen wird, man das Team wechseln muss oder das Team mit einem anderen verschmilzt usw.) Die Werkzeuge stammten aus Eigenentwicklung, haben viele Fehler und sind langsam. Die Server werden außerhalb von Boston gehosted, wodurch Anfragen eine lange Zeit benötigen (Windows-Explorer und Excel-Dokumente frieren regelmäßig ein). Es ist keine Seltenheit, dass Software oder Tools ausfallen; jede Woche verbringt man mindestens 1 bis 2 Stunden damit auf einen eingefrorenen Bildschirm zu schauen. Es gibt nur ca. 5 Mitarbeiter über 40 (in Europa). Beziehungen sind wichtiger als Leistung. Wenn man kein allzu geselliger Mensch ist, kann man eine Beförderung vergessen. Obwohl das Unternehmen auf der Börse in den USA gehandelt wird, ist das durchschnittliche Einstiegsgehalt in Berlin und dem Durchschnitt für START-UPS in Berlin. Außerdem wird in der Merchandising-Abteilung viel weniger als in den anderen Abteilungen gezahlt. Niemand in Deutschland kennt Wayfair. Die paar Leute, die schon einmal davon gehört haben, kannten das Unternehmen nur, weil sie mal Probleme mit einer Bestellung hatten (oder jemand anderen kennen, wo dies der Fall war). Level-3-Angestellte und darüber verhalten sich so, als ob Level-1-Mitarbeiter überhaupt nicht existieren würden. Es gibt viel Vetternwirtschaft (z.B. quid pro quo während des Überprüfungszyklus – ich gebe dir eine gute Bewertung als Manager und du setzt dich für meine Beförderung ein). Leistung ist egal, solange man kein weites soziales Netzwerk innerhalb der Abteilung hat.