Pros
- Entspannte Arbeitsbelastung – locker 10–15 Stunden pro Woche tatsächliche Arbeit, wenn man es schafft, in Teams beschäftigt auszusehen. - Einige wirklich brillante Spezialisten. Wenn Sie einen Master oder Doktortitel in Robotik (oder verwandten Bereichen) haben und davon träumen, mit hochbegabten Menschen zusammenzuarbeiten, während das Unternehmen die Rechnungen bezahlt, ist dieser Ort quasi das Paradies. - Interessante Kerntechnologie mit ungenutztem Potenzial – schade nur um die organisatorischen Schwierigkeiten, die sie umgeben. - Die meisten Positionen können vollständig remote ausgeübt werden.
Kontras
- Funktioniert wie ein gut finanziertes öffentliches Forschungsinstitut, das zufällig Risikokapital entdeckt hat: null Dringlichkeit, null Gespür für Opportunitätskosten. - Rühmt sich einer „flachen Hierarchie“, hat aber irgendwie eine Struktur von C-Level → Vizepräsidenten (neue, teure Ergänzung) → Abteilungsleiter → Teamleiter → Manager → Koordinatoren (ein weiteres aktuelles Highlight) → „Senior“ – ein mittlerer Manager auf drei Mitarbeiter. Mal ehrlich: Mit der Hälfte der Belegschaft und einem echten Manager pro 20 Mitarbeiter würde das Unternehmen sofort schneller, günstiger und zufriedener laufen. - Einzelgespräche und Leistungsbeurteilungen dienen einzig und allein dazu, Zitate für die nächste Entlassungszeremonie zu sammeln. Keine Beförderungen, keine Boni, keine KPIs, keine Karrierewege – nur ritualisierte Bürokratie. - Einstellungsorgien, sobald eine neue Finanzierungsrunde eingeht, gefolgt von chaotischen Entlassungen drei Monate später, weil sich die „Strategie geändert hat“. Das mittlere Management ist natürlich unantastbar – ihre wichtigste Kennzahl ist das Verfassen passiv-aggressiver E-Mails, um ihre Existenz zu rechtfertigen. – Die Reiserichtlinien sind vergleichbar mit denen von Ryanair an einem schlechten Tag: Die Spesen sind so erbärmlich, dass man sogar Geld verliert, wenn man normal isst, und mindestens 50 % der Reisen haben keinerlei erkennbaren geschäftlichen Zweck. – Eine permanente Angstkultur herrscht: Niemand geht Risiken ein, niemand traut sich, seine Meinung zu sagen, Meetings sind reine Absicherungsübungen. – Obligatorische LinkedIn-Propaganda: Mitarbeiter werden regelmäßig dazu gezwungen, identische, mit ChatGPT verfasste Firmenliebesbriefe und peinliche Verkaufsfloskeln auf ihren privaten Profilen zu posten. Weigert man sich zu oft, gilt man plötzlich als „nicht mit den Unternehmenswerten übereinstimmend“.