Pros
Das Mittagessen ist kostenlos und recht gut. Die Ausgewogenheit von Arbeits- und Freizeit ist in Ordnung, denn viele Stunden am Stück zu arbeiten ist hier aufgrund langweiliger Arbeit, bedeutungsloser Termine und wenig lohnender Erfahrungen eher unüblich.
Kontras
Es folgt eine zugegebenermaßen sehr subjektive Zusammenfassung meiner Erfahrungen und weshalb es ein großer Fehler für mich war, in Centralway einzutreten. Ich hoffe, dass ich damit anderen helfe, zu vermeiden, dass sie ihre Zeit bei Centralway vergeuden. Was werden Sie hier also vorfinden? Sie werden zwar als Spitzenspieler eingestellt und ins Rennen geschickt, arbeiten aber als austauschbares Code-Äffchen in einem langweiligen Scrum-Team – genau wie in jedem anderen Unternehmen auch. Centralway ist kein Technologieunternehmen, sondern ein kleines, investitionsorientiertes Start-Up, geführt von einer kleinen Gruppe Anzugträger, die nie mit jemandem außerhalb ihres Zirkels sprechen. Als Ingenieur sind Sie ein Angestellter zweiter Klasse und werden als jederzeit ersetzbar angesehen. Es besteht absolut kein Raum für jegliche Art von Karriereförderung. Das Führungspersonal wird normalerweise komplett von außerhalb angeheuert. Rechnen Sie damit, junge Leute ohne erkennbaren ingenieurwissenschaftlichen Hintergrund als Vorgesetzte zu haben, die niemals irgendein Können im Software-Ingenieurwesen oder beim Zusammenbau erfolgreicher Softwareprodukte unter Beweis gestellt haben. Zwar versuchen sie ihr Bestes, haben Ihnen aber keinerlei Wissen voraus. Rechnen Sie damit, an anscheinend aussichtslosen und höchst fragwürdigen Ideen zu arbeiten, an denen Ihnen im Regelfall nichts liegen wird. Sie sollten darauf eingestellt sein, am technisch anspruchslosesten Zeug zu arbeiten, mit dem Sie je zu tun hatten – und das in einer Umgebung, die durch einen großen Wust von Abläufen und ein Heer von Projektbeteiligten behindert wird. Rechnen Sie damit, dass Sie tagelang nicht in der Lage sein werden, selbst einfache Dinge fertig zu bekommen. Alle Entscheidungen werden strikt von oben nach unten getroffen. Bei keiner strategischen oder architekturalen Entscheidung werden Sie eingebunden. Niemand erwartet von Ihnen, nach dem "Warum" zu fragen, sondern Sie sollen tun, was immer Ihnen gesagt wird. Sie sollten hinnehmen, dass "Wahrheit" und "Tatsachen" nicht das sind, was Sie sehen oder hören, sondern das, was Ihnen erzählt worden ist. Das Unternehmen teilt der Öffentlichkeit Dinge mit, die manche Kollegen für glatte Lügen halten. Möglicherweise sind Sie von unzufriedenen und frustrierten Kollegen umgeben, was zu einer Menge unangenehmer Reibereien führt. Wenn Sie sich einmal zum Verlassen des Unternehmens entschließen, sollten Sie als Allerletztes erwarten, dass das Unternehmen um Sie kämpft und Sie zu halten versucht. Bedenken Sie: Als Ingenieur stellen Sie hier eine ersetzbare Ressource dar.