Pros
Im Vergleich zur Branche ein wettbewerbsfähiges Gehalt. Viel Freiheiten beim Angehen eines Problems, aber man ist auch auf sich allein gestellt.
Kontras
Ich würde niemandem empfehlen, in der Schweiz und London für KS&T zu arbeiten, weil: - für neue Mitarbeiter die Belastung extrem und die Fluktuationsrate hoch ist. - das obere Management von dem, was unten auf dem Boden passiert, abgeschnitten ist und sich selten zeigt. Das untere Management strebt lieber nach Aufstieg, als sich um die Untergebenen zu kümmern, und es herrscht ernsthafter Mangel an richtiger Führung und Vision (ein gutes Beispiel für das Peter-Prinzip). - Politische Spielereien sind allgegenwärtig, und regelmäßig passiert hinterhältiger Verrat. - Dysfunktionale Personalabteilung. Die Personalabteilung dient eher als Mittel zur Durchsetzung der Kontrolle des Managements über niedergestellte Mitarbeiter denn als Stelle für Mitarbeiterfeedback. - Bewertung ist nicht anonym und lässt deshalb wenig Chance für eine objektive Bewertung. - Mitarbeiter der unteren Führungsebene (z. B. Analysten) tragen oft die Schuld, wenn etwas schief geht, ich habe das mehrmals aus erster Hand miterlebt. - Die Leute lassen einen grundsätzlich nicht gerne an Informationen teilhaben; statt dessen werden häufig vage Geschichten weitergegeben. Wissen ist nicht die Norm, und wichtige Informationen werden oftmals nicht weitergegeben (sprich: sehr oft), weil es 1. keinen Anreiz dafür gibt, 2. ein allgemeines Misstrauen zwischen den Schreibtischen herrscht und 3. politische Rivalität existiert. Man sollte leider nicht erwarten, von den Kollegen viel lernen zu können. - IT-Infrastruktur ist veraltet. - Anreizvergütung hängt sehr stark von der Präferenz des Managers ab (und ob er irgendetwas davon zu teilen bereit ist), und es gibt keine Regeln. - Projekte, die außerhalb der „üblichen“ Bereiche des Unternehmens angesiedelt sind, werden in der Regel mit wenig Unterstützung aufgenommen, was das Experimentieren sehr erschwert. Das Unternehmen scheint an Ideen festzuhalten, die vor 10-15 Jahren mal erfolgreich waren, deshalb fühlt es sich an wie auf einem sinkenden Schiff. Mr. Kochs MBM-Framework (ein tolles Tool, wie ich finde) wird lieber als unternehmensweites Werkzeug für Verrat eingesetzt und nicht als Kodex und Grundlage für Unternehmenskultur und -denkweise. Es ist leider nicht verwunderlich, dass dieses Unternehmen derzeit Talente ausbluten lässt und Totholz zurücklässt.