Pros
- Das Team ist fachlich kompetent und arbeitet an einem interessanten, komplexen Produkt. - Vergütung und Sozialleistungen sind marktgerecht. - Die Zusammenarbeit mit einigen Kollegen ist sehr angenehm.
Kontras
Die Lernkurve ist extrem steil, mit wenig Unterstützung und Dokumentation. Neue Mitarbeiter müssen schnell in einer komplexen Full-Stack-Codebasis arbeiten können, unabhängig von ihren Vorkenntnissen. Anleitung und Mentoring sind minimal. „Feedback“ (eher Beschwerden) konzentriert sich auf Geschwindigkeit und Output statt auf Unterstützung oder Coaching. Obwohl Überstunden offiziell nicht vorgesehen sind, werden sie oft notwendig, um mit dem Tempo und den Erwartungen Schritt zu halten. Um dies zu fördern, wurde sogar eine neue Leistungskennzahl eingeführt: „Harte Arbeit“. Das Management zeigt wenig Einfühlungsvermögen. Ich kenne einen Entwickler, der kurz nach seiner Rückkehr aus der Elternzeit entlassen wurde, und ein anderer langjähriger Manager ersetzte Einzelgespräche durch wöchentliche Statusberichte. Der Wissensaustausch ist mangelhaft; es ist schwierig, die richtigen Ansprechpartner zu finden, wenn man nicht weiterkommt. Jeder konzentriert sich auf die eigene Arbeitslast. Die Entwicklungskultur priorisiert schnelle Ergebnisse gegenüber langfristiger Wartbarkeit, was riskant ist, wenn man Wert auf sorgfältiges Arbeiten legt. Zweimal jährlich stattfindende Leistungsbeurteilungen werden zwar als Ausdruck einer „Hochleistungskultur“ vermarktet, ihr eigentliches Ziel ist es jedoch, eine Kultur der Angst um den Arbeitsplatz zu schüren.