Pros
In den frühen Zeiten von Expedia wurde den Mitarbeitern bezüglich der Art ihrer Tätigkeit sehr viel Freiraum eingeräumt. Je mehr das Unternehmen wuchs, umso mehr mussten sich die Mitarbeiter spezialisieren. D.h. das Unternehmen wuchs wie verrückt und ließ die Kommunikations- und Führungsstruktur immer komplexer werden. Es ist immer noch eine großartige Firma, welche Wert auf eine präzise Ausführung legt, und ziel- und zahlenorientiert arbeitet. In Bezug auf Aufstiegs- und Karrierechancen ein sehr gerechtes Unternehmen. Die jüngsten Pläne zur Neuorganisierung unter Einführung einer Matrixorganisation sahen in der Theorie gut aus.
Kontras
Entscheidungsprozesse sind heute viel zu komplex geworden, so das eine schnelle Reaktion oder die Umsetzung neuer Ideen schier unmöglich ist. Die neue Matrixorganisation hat die Ländergruppen überflüssig gemacht – was ich für einen großen Fehler halte, vor allem wenn man an Europa denkt, denn die Europäischen Länder können nicht mit den US-Bundesstaaten verglichen werden. Wir haben verschiedene Kulturen, es gibt unterschiedliche Marktanforderungen, usw. Vor diesem Hintergrund ist es ziemlich offensichtlich, dass ein Abwenden von den Regionalgruppen innerhalb der EU Marktanteile kostet. Örtliche Mitbewerber lachen sich ins Fäustchen, da es für sie ohne starken regionalen Expedia-Konkurrenten leichter wird zu wachsen. Mehr und mehr Externe ohne Erfahrung in der Reisebranche sind dem Unternehmen beigetreten (ehemalige Berater, etc.) - nicht gut ein Unternehmen, das zum größten Reisemarktplatz avancieren möchte! Expedia braucht Praktiker aus der Branche (Reise und/oder E-Commerce), keine PowerPoint-Folienmaler!