Pros
-Ich könnte mich beruflich verbessern (z. B. im Stakeholder-Management, in der professionellen Kommunikation und im schriftlichen Ausdruck). -Die Marke macht sich gut im Lebenslauf.
Kontras
Amazon ist wie eine Sekte: Entweder man folgt ihr oder man geht. Ob man sich wohlfühlt, hängt vom Team ab; wer Pech hat, wie ich, leidet darunter. Es gibt keine wirkliche Zusammenarbeit, Teamarbeit ist nicht Teil der Unternehmenskultur, praktisch nicht existent; man arbeitet sehr isoliert. Man bekommt keine Unterstützung vom direkten Vorgesetzten, niemand steht hinter einem. Alles dreht sich um Leistung, Menschlichkeit spielt keine Rolle. Die Personalvermittler führen keine Vorauswahl der Kandidaten durch, sie suchen sie einfach nur aus – keine Wertschöpfung, der Job selbst ist reines Prozessmanagement. Die EU-Rekrutierung wird von britischen Führungskräften geleitet, man fühlt sich wie in einer Kolonie. Wenn man von der Geschäftsleitung gemocht wird, hat man eine lange, erfolgreiche Karriere vor sich, wenn nicht, ist Schluss. Es ist extrem schwierig, aufzusteigen und befördert zu werden. Als ich mich damals bewarb, wurde mir nicht gesagt, dass ich herabgestuft werde; ich erfuhr es erst in der ersten Woche. Totale Intransparenz. Die durchschnittliche Beschäftigungsdauer beträgt 1,8 Jahre – das spricht für sich. Ein Freund von mir wurde während der Probezeit entlassen, obwohl der Einstellungsprozess dort sehr detailliert und langwierig ist. Mein Freund zog daraufhin mit seiner ganzen Familie nach Deutschland und musste sich dort eine neue Stelle suchen.