Pros
Mir reicht's mit diesem Laden. Ich bin jetzt schon seit einer Weile hier und habe noch nie ein Unternehmen in schlechterem Zustand gesehen. Die einzigen ‚Vorteile‘, die die Arbeit hier mit sich bringt, sind einige der Leute, die ich im Laufe der Jahre kennengelernt habe. Es gibt viele nette, fleißige Leute hier, leider sind uns die Hände gebunden, weil die sogenannten „Leiter“ dieses Unternehmens grauenvoll sind. Sie haben kein Problem damit, davon zu reden, dass die Menschen der wichtigste Teil des Unternehmens seien, um dann nichts zu unternehmen, woraus das ersichtlich wäre. Genau genommen scheinen sie sogar kein Problem damit zu haben, uns regelmäßig ins Gesicht zu lügen.
Kontras
Vor Kurzem hat das Unternehmen seinen Namen von Alouette Cheese USA zu Savencia Cheese USA geändert. Savencia ist der Name des größeren Unternehmens in Frankreich, und sie versuchen, den Namen weltweit zu verbreiten. Das hat Vorrang eingenommen vor der Rettung des US-Unternehmens. Dieses Unternehmen steckt in ernsten Schwierigkeiten, und das Management läuft bloß umher, zeigt mit dem Finger auf Andere und stößt Drohungen aus, statt einen vernünftigen Plan umzusetzen, um das Chaos zu lichten. Zudem ist allen im Unternehmen klar, dass es kurz davor steht, für immer zu verschwinden, Sie können sich also vorstellen, wie es um die Moral bestellt ist. Während die Konkurrenz strategische Übernahmen und Investitionen durchzuführen schient, um sich für eine erfolgreiche Zukunft aufzustellen, dreht Alouette weiterhin hohl, führt Diskussionen, die sich im Kreis drehen, ändert jede Woche die Richtung und präsentiert den ahnungslosen französischen „Vorständen“ wahnhafte große Pläne, die nie Wirklichkeit werden. Ein großer Teil der Marketingabteilung hat das Unternehmen im Frühjahr verlassen. Meine Kollegen und ich haben so etwas noch nicht erlebt. Im Grunde wird das Büro in Mahwah nur noch von einer Notmannschaft betrieben, und viele von uns fragen sich, ob es nächstes Jahr noch bestehen wird. Der Geschäftsführer hat bislang keine Führungsstärke bezüglich des miserablen Zustands des Unternehmens an den Tag gelegt. Dieser geistesgestörte Schreibknecht ist mehr darauf bedacht, vor seinen französischen Vorgesetzten, vor denen er Riesenangst hat, gut auszusehen, als sich darauf zu konzentrieren, das Unternehmen und die Mitarbeiter wieder aufzurichten. Vergangenen Monat hat er auf einer Gesellschafterversammlung sogar vor versammelter Mannschaft eine ganze Abteilung runtergemacht. Ich kenne wirklich niemanden, der diesen Typen respektiert. Wie gesagt, statt einen Plan auszuarbeiten zeigt er bloß mit dem Finger auf Andere und jammert, dass es dem Unternehmen nicht gut geht. Seine Lösung lautet, die Kosten weiter zu senken und neue Bilanzierungspraktiken zu erfinden, um sein Versagen zu verschleiern. Er ist keine Führungspersönlichkiet und sollte umgehend entlassen werden. Geschäftsführer ist nicht einmal die richtige Bezeichnung für diese Position. Er ist nichts weiter als der oberste Ja-Sager dieser französischen „Vorstände“, die vorgeben, was das beste ist für Alouette. Trotz fast eines gesamten Jahrzehnts ohne nennenswerte Erfolge glauben diese Leute noch immer zu wissen, was das beste ist. Im Grunde haben sie ihn in den USA schön aufgebaut, und er nickt über die nächsten 3 – 5 Jahre all ihre Ideen und Forderungen ab. Im Gegenzug darf er sich Geschäftsführer nennen. Das kennen wir schon. Wenn Sie noch immer hier arbeiten und „Erfolg“ haben möchten, müssen Sie einige der folgenden Anforderungen erfüllen: - Sie sind mittleren Alters und Franzose. Diese Leute kümmern sich um Ihresgleichen, ungeachtet ihres furchtbaren Verhaltens. - Sie sind ein Ja-Sager. Wenn Sie sich gegen die Mehrheitsmeinung stellen, werden Sie ausgegrenzt. - Sie haben kein Problem damit, mit dem Finger auf Andere zu zeigen und Ihren Kollegen in den Rücken zu fallen. Dazu ist die Kultur verkommen. Wenn Sie eine anständige Person und nicht bereit sind, Ihre Seele für einen Gehaltsscheck zu verkaufen, bleiben Sie diesem Schutthaufen fern. Ihre psychische Gesundheit wird es Ihnen danken.