Wie engagieren sich Tech-Unternehmen im Kampf gegen den Coronavirus?

Zahlreiche Unternehmen legen sich ins Zeug, um sich am weltweiten Kampf gegen den Coronavirus zu beteiligen. Die GAFAs (Google, Apple, Facebook und Amazon) und andere große US-Techunternehmen gehen mit gutem Beispiel voran. Von kostenfreier Produktnutzung über Benefits für die eigenen Mitarbeitenden bis hin zu großzügigen Rettungsfonds für ihre jeweiligen Branchen. Arbeitgeberbewertungen und Profilupdates der Arbeitgeber auf Glassdoor werfen ein Schlaglicht darauf, wie sich die Unternehmen für die Gesellschaft oder auch ihre eigenen Mitarbeitenden in Zeiten der Coronavirus-Pandemie einsetzen.

  1. Netflix: Der Streaming-Anbieter setzt einen 100 Millionen US-Dollar umfassenden Hilfsfonds auf. Die meisten Dreharbeiten in der Medienbranche sind durch die Ausbreitung des Coronavirus lahm gelegt worden. Dadurch sind beispielsweise viele Filmschaffende (Kameraleute, Beleuchter*innen, Schauspieler*innen etc.) auf einen Schlag arbeitslos geworden. Der Hilfsfonds soll ihnen durch die anstehenden schweren Zeiten helfen.
  2. Facebook: Das soziale Netzwerk stellt nicht nur 100 Millionen US-Dollar an Zuschüssen für mittelständische Unternehmen bereit. Auch die Facebook-Angestellten werden für die Kosten und Mühen während der Krise entlohnt. Jeder Mitarbeitende erhält einen Extra-Bonus von 1.000 US-Dollar, um etwaige Zusatzkosten für u.a. Heimarbeit zu kompensieren. Facebook ist von Glassdoor als Bester Arbeitgeber 2019 in den USA ausgezeichnet worden.
  3. AT&T: Das Telekommunikationsunternehmen erweitert den bezahlten Urlaubsanspruch seiner Angestellten um 160 Stunden für den Fall, dass sie sich Zuhause um ihre Kinder kümmern müssen, weil Kitas und Schulen gechlossen haben.
  4. Google: Der Suchmaschinenbetreiber bietet Bezahlfunktionen seiner Büro-Software “G Suite” für Unternehmenskunden bis Anfang Juli kostenfrei an. Damit werden auch Video- und Telefonkonferenzen für jeweils bis zu 250 Teilnehmer möglich, worüber sich zahlreiche im Home Office gestrandete Berufstätige freuen dürften. Ab sofort widmet Google der Pandemie auch eine eigene Website, auf der sich Nutzer*innen über den neuesten Stand der Ausbreitung informieren können.
  5. Apple: Der Hardware-Hersteller aus Cupertino spendet Millionen von Atemschutzmasken an Krankenhäuser in den USA und Europa. Damit soll verhindert werden, dass sich  Ärzt*innen und Pflegepersonal selbst mit Covid-19 infizieren, und nicht helfen können, die Pandemie zu bekämpfen.
  6. Yelp: Die Bewertungsplattform setzt ein Hilfsprogramm für unabhängige Bars und Restaurants mit einem Gegenwert von 25 Millionen US-Dollar auf. Das Paket umfasst unter anderem vorübergehende kostenfreie Nutzung der Yelp-Produkte und Werbeschaltung auf der Plattform für Lieferangebote. So will Yelp den Bars und Restaurants, die aktuell für den Publikumsverkehr geschlossen sind, in dieser schwierigen Phase unter die Arme greifen.
  7. Amazon: Audible stellt zahlreiche Hörbücher kostenfrei für Schüler und Schülerinnen zur Verfügung, während die Schulen in zahlreichen Ländern geschlossen sind. Für Eltern, die im Homeschooling-Einsatz sind, ist das eine willkommene Unterstützung. Zu den Hörbuchtiteln, die über “Audible Stories” angeboten werden, zählen u.a. Alice im Wunderland, Die kleine Meerjungfrau und das Dschungelbuch.
  8. Microsoft: Mit anderen Tech-Giganten hat der Softwarekonzern aus Redmond das Covid-19-High-Performance Computing Consortium ins Leben gerufen, um für die Impfstoffsuche gegen den Covid-19-Virus die notwendige Rechenkapazität zur Verfügung zu stellen. Durch das Konsortium werden aktuell 16 Supercomputer-Systeme zusammen geschlossen, die auf eine kumulierte Rechenleistung von 330 Petaflops kommen.
  9. Tesla: Der E-Auto-Hersteller hat mehr als 1.000 Beatmungsgeräte eingekauft und stellt sie Einrichtungen in Los Angeles kostenfrei zur Verfügung, die Corona-Erkrankte betreuen.
  10. Uber: Der Mobilitätsanbieter setzt seinen Ride-Sharing-Service aus, um die Ausbreitung der Pandemie einzudämmen. Mit dem “Uber Pool” genannten Dienst konnten weitere Passagiere im Laufe der Fahrt zusteigen und damit den Preis für alle Mitfahrenden senken. Die Nutzung durch Einzelpersonen und Kleingruppen ist allerdings weiterhin möglich.

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